Mrz 02

LogoBiominHeisst Bio-Mineralwasser Bio-Mineralwasser, weil es mit Biotreibstoff durch ganz Europa gekarrt wird? Oder weil es besonders reichhaltig an biologischen Antibiotika ist?

Immer wenn du denkst, absurder kann das Bio-Öko-Greenwash-Marketing nicht mehr werden, gibt ein Werber noch einen drauf. (via Fontblog)

Nov 28

…von möglichen 1 bräuchte es, wenn alle so ressourcenverschwenderisch leben würden wie ich – laut Footprint-Rechner des WWF Schweiz. Ich elender Biofleischfresser. Dass es um den durchschnittlichen Schweiz-Residenten sogar noch etwas schlechter bestellt ist, ist ein schwacher Trost.

footprint

(Mal schauen, ob diese Test wieder eine solche Resonanz erhält wie der letzte.)

Okt 03


(Via)

Dez 31

Der Landessender Beromünster wurde vor zwei Tagen ausser Betrieb genommen. Denn er verstösst gegen die verschärften Strahlungsgrenzwerte – obwohl bis seine Sendeleistung bereits massiv von 600 auf 180 kW reduziert wurde. Wieso gab es eigentlich nie einen lautstarken Bürgerprotest gegen diese Strahlung?

Heute ruft jede neue Mobiltelefonantenne massiven Protest hervor. Mit dem Unwort «Elektrosmog» wird der herrschenden Angst, um nicht zu sagen Paranoia, Ausdruck verliehen. Eltern schenken ihren Kindern Handys, was sie aber nicht davon abhält, gegen die geplante Antenne im Quartier zu protestieren. Vielleicht sollte man dazu übergehen, auch im Mobilfunk mit wenigen, aber grossen Anlagen Gebiete grossflächig zu versorgen. Dann nimmt zwar die Strahlenbelastung zu, dafür stehen die Antennen nicht mehr im Wohnquartier oder gar – was für ein Horrorszenario – auf dem Schulhausdach. Aus dem Auge aus dem Sinn!

Dez 23

Vor genau 3 Monaten bloggte ich: «Ilısu – die Schweiz ist böse!» Nun, die Schweiz ist doch nicht so böse und hat zusammen mit Deutschland und Österreich die Exportgarantie, also eine versteckte Subvention mit Steuergeldern, für das Ilısu-Projekt ausgesetzt. Es bleibt zwar fraglich, ob die Schweiz ohne Deutschland und Österreich auch so gehandelt hätte. Ausserdem hätte die bürgerliche Parlamentseite schon vor Jahren, als es diese Exportgarantie bewilligte, etwas weniger naiv sein können.

Immerhin besteht Hoffnung, dass sie Türkei dieses Irrsinnprojekt nicht realisieren kann, oder wenigstens nicht mit Hilfe meines Steuerfrankens.

Nov 12

Es gibt noch nicht viele gelungene Polit-Werbeclips in der Schweiz. Hier ist einer:

Auch wenn es nicht um die Abschaffung der Verbandsbeschwerderechts geht – toll gemacht!

Nov 01

In der Fiala-Show in der Arena sagt die FDP also, ihre Verbandsbeschwerde-Initiative ziele nicht gegen die Natur- und Umweltschutzgesetze, sondern wolle im Falle eines Volksentscheides zu einem Projekt das Beschwerderecht von den Umweltverbänden zum Bundesamt verschieben. Sprich: Statt dem lokalen Verband mit seinem Verbandsvermögen sollen die da oben in Bern mit Steuergeldern Beschwerde gegen lokale und kantonale Behörden führen. Natürlich schaut man gleichzeitig, dass die da oben in Bern dafür kein Geld erhalten. Aber das richtet sich garantiert nicht gegen die Natur.

Okt 29

«Stromlücke» hat das Zeug, zum Unwort des Jahres zu werden. Zweifelt jemand daran, dass der Schweiz eine «Stromlücke» bevorsteht? Die Schweiz würde bald mehr Strom brauchen als produzieren und sich dadurch abhängig vom Ausland machen.

Diese Situation könne man nur entschärfen, indem man neue Grosskraftwerke baut – Atomkraftwerke. Und weil die Stromlücke schon vor der Fertigstellung eines neuen AKWs eintritt, braucht es zur Überbrückung Gaskombikraftwerke.

Aber: Ist man mit AKWs und Gaskraftwerken unabhängig? Woher kommt denn das Erdgas und das Uran? Hat man denn noch nicht gemerkt, dass man sich mitten in einer riesigen Uranlücke befindet? Ganz zu schweigen von den Abhängigkeiten, die wir mit dem Atommüll den nächsten 20’000 Generationen auferlegen.

Wieso gerade beim Strom die Import-Export-Bilanz null betragen soll, und bei allen anderen Gütern nicht, soll mir bitte einmal jemand erklären. Wenn schon, sollte man grundsätzlich mehr Unabhängigkeit von ausländischer Energie anstreben – und wohl am einfachsten beim Erdöl anfangen.

Okt 04

Die Berner FDP-Stadtratskanidatin und Offroaderfahrerin Sylvia Lafranchi berichtet im aktuellen Beobachter sehr offen über ihre Erfahrungen mit den Medien und unanständigen Grünen:

Schon am Sonntag ging es los mit SMS und Mails. Beschimpfungen, Beleidigungen, das meiste unterste Schublade, ich vermute, aus dem linksgrünen Lager. Ich muss sagen, irgendwie kann ich das sogar verstehen – so wie ich im Artikel der «Sonntags-Zeitung» daherkomme. Etwa das mit der Sicherheit, daran haben mich die Leserinnen und Leser auch aufgehängt: «Wer gibt mir die Garantie, dass ich mit einem kleineren Auto kein Kind anfahre?» Das klingt natürlich völlig blöd.»

Leute, reisst euch zusammen!

Sep 23

stoppilisu.comDie Türkei plant, im Oktober 2008 mit dem Bau des Ilısu-Staudammes am Tigris zu beginnen. Dazu ein paar Fakten:

  • Umsiedlung: Geschätzte 55’000 bis 65’000 Personen müssen umgesiedelt werden. Die Türkei weiss nicht einmal genau, wie viele. Zigtausend verlieren ihr fruchtbares Ackerland und ihre Einkommensquellen. Die Umsiedlung geschieht im kurdischen Konfliktgebiet.
  • Kulturgüter: Viele historisch bedeutsame Stätten und ein grosser Teil der 10’000 Jahre alten Felsenstadt Hasankeyf werden geflutet. Bisher existiert nicht einmal kartografische Erfassung der Stätten.
  • Auswirkungen auf die Umwelt: Selbst wenn vorbildlich Kläranlagen gebaut würden, droht eine miserable Wasserqualität mit Sauerstoffarmut und erhöhtem Schwermetall- und Salzgehalt. Das ist eine Gefahr für Natur und Mensch.
  • Wasserkonflikte mit Syrien und Irak: … sind vorprogrammiert. Die Türkei vertritt den Standpunkt, dass das Wasser aus Flüssen, die ihre Quellen im eigenen Land haben, ihr gehört. Der Irak ist aber abhängig vom Tigriswasser – er kann nur 40 Prozent des Wasserbedarfs aus eigenen Wasservorkommen decken.

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