Der Kampf um den Bundesratssitz – eine Gegenüberstellung Tschau Zivildienst, ich werde dich vermissen
Dez 21

Referenden und Initiativen werden zunehmend im Internet lanciert. Nun will sich der Bundesrat mit den Folgen der Online-Demokratie befassen.»

Lesenswerter Artikel in der NZZ am Sonntag von Stefan Bühler.

Erwähnte Website und Facebook-Gruppe von Bye Bye Billag.

Erwähnte Website und Facebook-Gruppe des Referendums gegen die biometrischen Pässe.

Erstaunt hat mich das Zitat von Vizekanzler Oswald Sigg:

Wir haben festgestellt, dass man heute praktisch unter Umgehung einer öffentlichen Diskussion ein Referendum einreichen kann»

Ich würde eher sagen: Trotz Totschweigen in den traditionellen Medien kann man heute ein Referendum zustande bringen. Wenn eine laufende Unterschriftensammlung in Bern keine Beachtung findet, liegt das Problem dort und nicht im neuen Medium Internet.

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Publiziert am 21.12.2008 um 14:38 Uhr von David. Trackback-Adresse.

Ein Ping zu “Lesetipp: Die Demokratie geht online”

  1. Oswald Sigg mag die Internet-Demokratie nicht » ronniegrob.com sagt:

    [...] was ist eine öffentliche Diskussion? Etwa nur das, worüber die Medien schreiben? Skroll.ch ist anderer Meinung: Ich würde eher sagen: Trotz Totschweigen in den traditionellen Medien kann man heute ein [...]


4 Kommentare zu “Lesetipp: Die Demokratie geht online”

  1. 1. Ugugu meint:

    Was für ein merkwürdiges Demokratieverständnis. Öffentlich ist demnach nur, was durch den Fleischwolf der veröffentlichten Meinung, also Zeitungen, TV, Radio gedrechselt wurde. Was die Bürger unter sich via Facebook, Blogs, Foren etc. austauschen und aufgleisen ist grundsätzlich verdächtig und daher einzuschränken.

  2. 2. Andreas Kyriacou meint:

    Was die Bürger unter sich via Facebook, Blogs, Foren etc. austauschen und aufgleisen ist grundsätzlich verdächtig und daher einzuschränken.

    Aber nein, sie wollen’s doch bloss überwachen :-)

    Oswald Sigg sitzt halt schon sehr lange in der Bundesverwaltung. Was nicht als Medienmitteilung einer Bundesratspartei rein flattert, gilt dort wohl grundsätzlich nicht als öffentlich.

  3. 3. David meint:

    Ja, es ist Zeit, dass er pensioniert wird. Ein schöner (oder bedenklicher) Ausschnitt aus einem Interview im Magazin:

    Magazin: Als Sie Ihr neues Amt als Bundesratssprecher antraten, gaben Sie Neugierde als Motiv an. Was hat Sie seither am meisten überrascht?
    Sigg: Der wunderschöne Ausblick vom Bundesratszimmer auf das Marzili und den Gurten.

  4. 4. Andreas Kyriacou meint:

    Ja, wenn man im Sommer mit dem Feldstecher auf Marzili runterschauen kann, lässt man sich natürlich nur sehr ungerne von irgendwelchen Referendumskomitees stören, die einem unnötige Arbeit aufhalsen.

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