Sie ist ja wieder einmal amüsant, die Politik. In Zürich wird im September über die Lungenliga-Initiative für ein Rauchverbot in Gaststätten abgestimmt, und im November kommt dann die Hanflegalisierungsinitiative vors Volk.
Lustig ist, dass die einen das Rauchen nicht einschränken, Cannabis aber verboten lassen wollen, und die anderen umgekehrt das Rauchen einschränken und im Gegenzug Cannabis legalisieren wollen – und beide wähnen sich auf der «liberalen» Seite. So zum Beispiel SVP-Zanetti.
Beide sind unehrlich. Die Lungenliga gibt vor, es gehe ihr einzig um den konsequenten Schutz vor Passivrauchen. Ich glaube aber nicht, dass das die ganze Wahrheit ist. Es geht ihr auch darum, das Rauchen und das Mit-Rauchen-Beginnen weniger attraktiv zu machen. Auch das ist ein legitimes Anliegen, wird aber ausgeblendet, da es nicht so liberal ist.
Den Rauchverbotsgegnern geht es um die Freiheit der Raucher, (fast) überall Rauchen zu dürfen. Weil sie aber nicht zu den Kiffern gehören, ist ihnen jene Freiheit egal. Auch egal ist ihnen die Freiheit der Nichtraucher, die Nichtraucherrestaurants schätzen würden. Eine sehr egozentrische Liberalität.
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