Nov 29

tubies

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Nov 28

…von möglichen 1 bräuchte es, wenn alle so ressourcenverschwenderisch leben würden wie ich – laut Footprint-Rechner des WWF Schweiz. Ich elender Biofleischfresser. Dass es um den durchschnittlichen Schweiz-Residenten sogar noch etwas schlechter bestellt ist, ist ein schwacher Trost.

footprint

(Mal schauen, ob diese Test wieder eine solche Resonanz erhält wie der letzte.)

Nov 26

Ein «militärisch angemessener» Luftangriff während eines «Friedenseinsatzes». Hat jemand etwas von toten Kindern gesagt?

Nov 23

granit-xhakaU-17-Nati-Fussballer Granit Xhaka:

Ich bin nicht ‹gut integriert› in der Schweiz – ich bin Schweizer.

Wann hören wir endlich auf, hier aufgewachsene Personen als Bürger zweiter Klasse zu behandeln? Wann sehen wir endlich ein, dass eine Einteilung in «Schweizer mit Migrationshintergrund» und «Schweizer ohne Migrationshintergrund» eine diskriminierende aber sonst inhaltslose Floskel ist?
(via)

Nachtrag: Und auch Cédric Wermuth hat noch eine U-17-Nachbearbeitung geliefert.

Nov 19


(via)

Und der korrekte Schluss lautet nun: Wenn jetzt die Pflastersteine fliegen, dann wills wieder keiner gewesen sein.

Nov 15

Wenn Entwicklungs- und Schwellenländer sich nicht mehr alles diktieren lassen, schliessen die westlichen Staaten untereinander ein Abkommen und schauen dann, dass es mit zwischenstaatlichen Abkommen auf weitere Länder ausgedehnt wird. Das breite zivilgesellschaftliche Netzwerk aus Bürgerrechts-, Entwicklungshilfe- und Bibliotheksverbänden in den westlichen Staaten wird ausgehebelt, indem die Vertragsentwürfe kurzerhand zu Staatsgeheimnissen erklärt werden, weil sie die nationale Sicherheit der USA betreffen würden. Man sagt, man gestalte den Prozess so transparent wie möglich, macht aber exakt das Gegenteil.

So schreiben heute Wirtschaftlobbyverbände Gesetze, die am Schluss jeden von uns persönlich betreffen und unsere Bürgerrechte beschneiden.

Mit dem ACTA-Abkommen ist nicht weniger als eine Radikalisierung der derzeitigen Urheberrechts- und Patentgesetze geplant, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Pflichtlektüre: netzpolitik.org: «ACTA: So transparent wie möglich!?»

Nov 14

Das Kriegsmaterialgeschäft funktioniert wie das Drogengeschäft: Je stärker ein konkretes Geschäft international geächtet wird, desto höher steigt der Preis und der potenzielle Gewinn – nämlich so hoch, bis jemand bereit ist, trotz der Ächtung (und der damit verbundenen Risiken) das Geschäft zu tätigen. Es wird sich immer jemand finden, der Waffen für Kindersoldaten liefert. Es ist nur eine Frage des Preises. Bei Drogen spricht man dann von organisiertem Verbrechen. Bei Waffen manchmal auch, manchmal aber auch von gutschweizerischen Traditionsunternehmen. Alles eine Frage der Perspektive und der nationalen Gesetzgebung und -interpretation.

Während ich eine komplette Drogenlegalisierung für ethisch vertretbar (wenn nicht sogar ethisch zwingend) halte, sehe ich beim Kriegsmaterial nur eine Lösung, nämlich die internationale Ächtung und Kontrolle zu verstärken und damit den Krieg möglichst zu verteuern, auch wenn es dabei immer Profiteuere geben wird.

Mein Vorschlag als ersten Schritt: Kriegsmaterialexportverbot und im Gegenzug Cannabislegalisierung – damit können die verlorenen Arbeitsplätze und Steuerausfälle bestens kompensiert werden. Wieso hat eigentlich damals bei der Cannabislegalisierungsvorlage niemand von den Arbeitsplätzen geredet?

Nov 13

Josip DrmicEs ist toll, den Erfolg der Multikulti-Truppe namens Schweizer U-17-Nati zu verfolgen. Noch schöner wäre es, wenn das Team vollständig wäre. Aber einer fehlt: Josip Drmic. Wenn man nicht weiss, dass Hurden zu Freienbach gehört, und man auch sonst zu Zürich-zentriert ist, kennen die Schwyzer- und Schweizermacher von Freienbach keine Gnade.

Nov 11

Dank Murdoch und Springer ist Paid Content, die Bereitstellung von journalistischem Inhalt gegen Bezahlung im Internet, wieder in aller Munde. Kann Paid Content den Journalismus retten? Ich finde, ein Versuch ist es Wert. Jedoch wird es nicht funktionieren, für das bisherige Angebot plötzlich Geld zu verlangen. Werden (abgesehen von inhaltlicher Qualität und Quantität) folgende Vorbedingungen erfüllt, könnte es klappen mit Bezahlinhalten:

  • Filter: Je mehr Information vorhanden ist, desto wichtiger ist, dass man leicht eine Auswahl treffen kann. Wir haben unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliches Grundwissen, unterschiedliche Stimmungen und unterschiedlich viel Zeit und wollen deshalb ganz unterschiedliche Informationen erhalten. Was für den einen hochinteressant ist, ist für den anderen eine Störung. Die Online-Medienportale meinen aber immer noch, sie könnten einer riesigen Zielgruppe den gleichen Einheitsbrei verfuttern. Google News und Google Alert erlauben Individualisierung. Jedoch kann Google zur Individualisierung nur auf eine automatische Textanalyse und das Publikationsdatum zurückgreifen. Online-Medienportale hätten den Vorteil, dass sie weitere Filtermöglichkeiten wie Autorenschaft, Schwierigkeit, genaue thematische, zeitliche und örtliche Einordung, Text-/Videolänge und andere mehr zur Verfügung stellen könnten. Um für ihren Inhalt Geld zu verlangen, müssten sie diesen Konkurrenzvorteil ausnutzen.
  • Verlinkung: Durch Vernetzung entsteht Mehrwert. Wer nicht verlinkt und ergoogelt werden kann, schliesst einen grossen Teil der potenziellen Kundschaft aus. Wer komplett hinter einer Pay-Wall verschwindet, macht sich wohl selbst irrelevant. Google aussperren wird nicht den gewünschten Effekt bringen. Ein verlinkbarer, aussagekräftiger Abstract ist das Mindeste, das man bieten muss, wenn man aufgefunden werden will. Und umgekehrt ist es ein Dienst an der Kundschaft, wenn man externe Inhalte verlinkt. Die Kundschaft kehrt dorthin zurück, wo sie den interessanten Link gefunden hat.
  • Niederschwelligkeit: Mit einer hohen Abogebühr schreckt man die Kundschaft ab. Niederschwelliger wäre Micropayment für einzelne Artikel oder Tage. Der Bezahlprozess muss dabei aber fast unmerklich vonstatten gehen. Nach einem einmaligen Anmeldeprozess sollte ein einziger Klick in der Regel genügen für einen einzelnen Bezahlvorgang.
  • Allgegenwärtigkeit: Das Angebot muss genau dann und dort zugreifbar sein, wenn und wo man ungenutzte Zeit überbrücken muss: Im Zug, in einer Warteschlage, usw. Es sollte also auch für Mobilgeräte optimiert sein. Hier wurden in letzter Zeit Fortschritte gemacht. Wären die Texte auch als gesprochene Audiofiles abrufbar, würde das einen noch unverselleren Einsatz möglich machen.

Nov 06

Sie ist schon älter, aber gute Geschichtslektionen veralten ja nie. Und man kann sie auch nach einer gewissen Zeit erneut zu Gemüte führen, so wie man einen Kompass hie und da mal wieder nach Norden ausrichten sollte. Mein Alternativprogrammvorschlag zur Arena heute: