Fünf Fragen an Christoph Blochers Gewissen
Christoph Blocher in Teleblocher über seine Wanderferien in Nordkorea:
Das Leben lang haben mich so Länder interessiert, in die man eigentlich nicht hinkommt oder man nicht hingeht – weil ich lieber etwas [mit eigenen Augen] sehe. Es gibt ein koreanisches Sprichwort, das heisst: «Einmal sehen ist besser als hundertmal hören.» Man hört ja viel über Nordkorea, aber ich wollte mal wissen, wie es eigentlich ist.
Sobald ich konnte, nach der Kulturrevolution, ging ich sofort nach China, um zu schauen, wie das ist. Ich sah, [welche Arbeits- und Wirtschaftskraft] da vorhanden war und unterdrückt wurde durch den Kommunismus, den Sozialismus, was dieser hier kaputt machte.
Sie sehen die Armut, Sie sehen, wie sie wohnen. Das eindrücklichste und bedrückendste ist, dass sich die Leute alles [irgendwie Verwertbare] zusammensuchen. Nach der Reisernte gehen Leute suchen, ob sie noch einzelne Reisrestchen finden.
Herr Blocher, wenn Sie doch das Leben lang an der Politik und an der Lebenssituation der Menschen interessiert waren, dann waren Sie doch bestimmt auch in den Townships in Apartheid-Südafrika, um mit eigenen Augen zu sehen, wohin Sie als Verwaltungsrat der Pavtag Technik AG Zünder exportierten (nachdem Sie erreichten, dass diese nicht als Kriegsmaterial klassiert wurden)?
Wenn es Sie beelendet, wie ärmlich die Bevölkerung in Nordkorea wohnt und sogar hungert, wieso scherten Sie sich nicht um die UNO-Sanktionen gegen Südafrika, und wieso rechtfertigte denn das von Ihnen gegründete ASA-Bulletin den «Immorailty Act» und den «Bantu Education Act»?
Wenn Sie schon die fehlende Medienfreiheit in Nordkorea beklagen: Wie stand es um die Medienfreiheit in Deutschland und den USA, als Sie in den 80er Jahren die «weit verbreitete Desinformation über das südliche Afrika» beklagten und damit die Berichterstattung der FAZ und des Wallstreet Journal kritisierten?
Wie geht das eigentlich überein, dass Sie in der Schweiz einen Mangel an Demokratie konstatieren und deshalb die Volkswahl des Bundesrates fordern, die von Ihnen gegründete «Arbeitsgruppe südliches Afrika» jedoch gegen das Wahlrecht der Schwarzen ins Feld zog und Sie noch 1989 der Schweizer Illustrierten zu Protokoll gaben: «‹Ein Mann, eine Stimme› würde Südafrika ökonomisch und sozial innert kürzester Zeit in ein Chaos stürzen.»?
Wieso behaupteten Sie 2005 in der Zeitung «Südostschweiz», die Apartheid habe Sie nicht interessiert?
Gestern wurden zum zehnten Mal die Schweizer 


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